Um das
kulturelle Angebot der 24 Gemeinden der Verbandsgemeinde Alzey-Land zu
bereichern, wurden 2011 die Theatertage Alzeyer Land ins Leben gerufen. Ein
Theater-Festival deshalb, weil es in der Verbandsgemeinde viele
Laien-Schauspielgruppen gab und immernoch gibt. Hierdurch – so die Idee –
sollte das Laienschauspiel gleichzeitig auch aktiv gefördert werden. Denn die
vielen Gruppen waren zwar zahlreich vertreten und sehr aktiv, erhielten aber
eher wenig Aufmerksamkeit.
In
Zusammenarbeit mit den Theatervereinen lud die Verbandsgemeinde Alzey-Land zusätzlich
Ensembles aus ganz Rheinhessen zum Theaterspielen ins Alzeyer Land ein. Diese
begeisterten das Publikum im Jahr 2011 mit elf hochklassigen Veranstaltungen an
elf aufeinanderfolgenden Tagen in elf verschiedenen Gemeinden und ließen nichts
zu wünschen übrig.
Aufgrund des umfassenden
Zuspruchs und des großen Erfolgs der Theatertage entschied sich die
Verbandsgemeinde Alzey-Land, die Festivalreihe fortzuführen und bereichert
seither die rheinhessische Theaterlandschaft nachhaltig. Mittlerweile finden
ganz verschiedene Aufführungen an mehreren Wochen und an wechselnden Spielorten
in der gesamten Verbandsgemeinde statt. Wichtig ist es den Verantwortlichen dabei,
auch Produktionen für Kinder und Jugendliche anzubieten.

Datum: Samstag, 22.08.2026 um 19.00 Uhr, Pfarrgarten
Mauchenheim
Eine Komödie für Drei von Heinrich von Kleist
Der Kleist-Klassiker
in einer zeitgemäßen Chawwerusch-Version und einer puren Inszenierung -
Drei Schauspieler spielen die komische wie abgründige Geschichte vom
schwärzesten Tag des Dorfrichters Adam. Morgens erwacht er mit Kopfschmerzen,
seine Perücke ist nicht zu finden und dann muss er sich auch noch durch einen
äußerst delikaten Gerichtsfall hangeln, immer unter der strengen Aufsicht der
Gerichtsbarkeit aus der Stadt, die gekommen ist, um ihm auf den Zahn zu fühlen.
Auch für Witwe Marthe ist das kein guter Tag. Bis gestern
war ihre kleine Welt noch in Ordnung: Sie lebte mit ihrer bereits verlobten
Tochter im eigenen Haus, und ihr Familienerbstück, der Krug, stand unversehrt
auf der Fensterbank. Doch plötzlich ist alles aus dem Lot geraten: Ihre Tochter
Eve wurde am späten Abend mit ihrem Verlobten Ruprecht im Garten gesehen. Kurz
darauf war der Krug zerbrochen – Grund genug für Marthe, vor Gericht zu ziehen.
Der alte Dorfrichter Adam soll alles wiederherstellen: Den rechten Sachverhalt,
Genugtuung für den entstandenen Schaden – und nicht zuletzt die Ehre von
Tochter Eve.
Datum: Sonntag, 23.08.2026 um 11.00 Uhr und 18.00 Uhr,
Heidenhof in Erbes Büdesheim
Die ganze Welt ist
voller Geschichten. Immer wieder haben Poeten sie kunstvoll zu gereimten
Balladen verdichtet.
Ob deklamiert oder gesungen, von Goethe bis zu neuerer
Popmusik gehören diese Balladen zu unserem musikalisch-literarischen Schatz. Die
Theaterabteilung des Landfrauenvereins Erbes-Büdesheim hat daraus eine Auswahl
getroffen und zu einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Programm
zusammengefügt.
Mehr als 20 Mitwirkende von 6 bis 86 Jahren präsentieren in der Theaterscheune des
Heidenhofes Erbes-Büdesheim „Balladen für Jedermann“.

Datum: Samstag, 29.08.2026 um 15.00 Uhr, Gemeindehalle
Flomborn
Ein Circus-Mitmach-Clowntheater für Kinder ab 3 Jahren
Eigentlich wollte Zopp mit dem ganzen Circus kommen. Aber
der steckt fest. Richtig fest. Und kommt nicht los. Da bleibt dem Direktor nur
eins übrig: Zopp alleine losschicken und ihm einen großen Koffer voller
Requisiten mitgeben. So kommt es, dass Zopp den Circus ganz alleine spielen
muss ...
Heraus kommt ein Kinder-Mitmach-Circus-Clowntheater, das die
Kinder verzaubert und mitreißt. Aus braven Mädchen und Jungen werden reißende
Tiger, große graue Elefanten und mächtige Pyramiden.

Datum: Samstag, 29.08.2026 um 19.00 Uhr, Schausteinbruch Flonheim
--> Bei schlechtem Wetter
Gemeindehalle Flonheim
„Theater in der Römischen Provinz-T.i.P.“ Die Vögel - eine der bekanntesten Komödien, 414
v.Chr. geschrieben und immer noch aktuell. Wusste man schon damals etwas über
Transit Zölle, lästige Steuern, Vetternwirtschaft? Zwei Athener Bürger wandern
aus; ins Land er Vögel. Ist es dort besser und was sagen die Götter dazu? Eine
temperamentvolle Komödie, die schon das Publikum in der Antike feierte und mit
„rheinhessischem Augenzwinkern“, auch das heutige Publikum begeistert.
--> Im Rahmen des Themenjahrs „Römer in Rheinhessen“

Datum: Sonntag, 30.08.2026 um 15.00 Uhr, Gemeindehalle Biebelnheim
Es ist Nacht. Tiefe
dunkle Winternacht. Ein alter Wolf trottet zum Dorf der Tiere. In seinem Beutel
hat er einen Stein. In seiner Schnauze nur einen Zahn. Und in seinem Kopf eine
Idee: Aus dem Stein eine schmackhafte Suppe zu machen. So klopft er an die Tür
der Henne. Neugierig öffnet sie ihm die Tür. Einen Wolf hat sie noch nie
gesehen. Als der nun mitten im Zimmer
seinen Stein auspackt und nach einem Kessel verlangt, wird ihr doch ein wenig
bang ums Hühnerherzchen. Was, wenn dem grauen Kerl nach einer kräftigeren
Bouillon der Sinn steht? Ein bisschen Sellerie zur Suppe kann ja nicht schaden,
schlägt da die Henne eilig vor. Nach und nach peppen die Tiere - Pferd, Schaf,
Ziege, Hund und Ente - die fade Brühe mit allerlei Gemüse auf. Und laden sich -
als gute Nachbarn eben - auch gleich zum Abendessen ein. Am Ende ist die Suppe
alle. Nur der Stein ist nicht ganz durch.
Eine einfache Geschichte über Kälte und Hunger, Mut
und Sorge, Einsamkeit und Gemeinschaft und darüber, wie der simple Plan, aus
nichts etwas zu machen, am Ende auch mit Witz gelingt.

Datum: Sonntag, 30.08.2026 um 18.00 Uhr, Gemeindehalle
Bermersheim v.d.H.
Nur wenige schreiben so ehrlich und direkt, dabei
gleichzeitig so poetisch und lakonisch über Liebe, wie Leonard Cohen es getan
hat. Inspiriert von diesen Songs sind Szenen entstanden, in denen wir u.a. der
ikonischen Suzanne begegnen, erleben einen Dialog mit Jannis Joplin nach einer
gemeinsamen Nacht im Chelsea Hotel, sehen wie Cohen sich von Marianne trennt
und wie ein anderes Mal Jane ihn verlässt, nachdem sie ihn mit dem berühmten
blauen Regenmantel betrogen hat. Dabei wird die Liebe in allen Facetten gezeigt,
mal schmerzhaft, mal leicht, immer wahrhaftig.
„There’s a crack in everything, that’s how the light gets
in“ – dieses Zitat aus dem Song „Anthem“ ist titelgebend für das Stück.
Leonard-Cohen-Songs werden zu Bildern und erwachen vor den
Augen des Publikums zum Leben.

