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Theatertage des Alzeyer Landes

Theatertage Alzeyer Land Logo
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Eine Idee wird geboren

Um das kulturelle Angebot der 24 Gemeinden der Verbandsgemeinde Alzey-Land zu bereichern, wurden 2011 die Theatertage Alzeyer Land ins Leben gerufen. Ein Theater-Festival deshalb, weil es in der Verbandsgemeinde viele Laien-Schauspielgruppen gab und immernoch gibt. Hierdurch – so die Idee – sollte das Laienschauspiel gleichzeitig auch aktiv gefördert werden. Denn die vielen Gruppen waren zwar zahlreich vertreten und sehr aktiv, erhielten aber eher wenig Aufmerksamkeit.

Bühnen überall in der VG

In Zusammenarbeit mit den Theatervereinen lud die Verbandsgemeinde Alzey-Land zusätzlich Ensembles aus ganz Rheinhessen zum Theaterspielen ins Alzeyer Land ein. Diese begeisterten das Publikum im Jahr 2011 mit elf hochklassigen Veranstaltungen an elf aufeinanderfolgenden Tagen in elf verschiedenen Gemeinden und ließen nichts zu wünschen übrig.

Theaterlandschaft bereichern

Aufgrund des umfassenden Zuspruchs und des großen Erfolgs der Theatertage entschied sich die Verbandsgemeinde Alzey-Land, die Festivalreihe fortzuführen und bereichert seither die rheinhessische Theaterlandschaft nachhaltig. Mittlerweile finden ganz verschiedene Aufführungen an mehreren Wochen und an wechselnden Spielorten in der gesamten Verbandsgemeinde statt. Wichtig ist es den Verantwortlichen dabei, auch Produktionen für Kinder und Jugendliche anzubieten.

Programm Theatertage 2026

„Heute geht´s nur um Lappalien“

Chawwerusch Theater bei den VG-Theatertagen in Mauchenheim

„Jetzt wird gefälligst Gericht gehalten!“, forderte Gerichtsrätin Walter energisch. Doch in welchen rechtspolitisch fragwürdigen Sumpf sie damit trat, entpuppte sich erst im Laufe der Verhandlung beim Stück „der zerbrochene Krug“ anlässlich des Starts der Theatertage Alzeyer Land, die auch am kommenden Wochenende mit vier weiteren Stücken für die ganze Familie fortgesetzt wird.

Die herrliche Kulisse des Mauchenheimer Pfarrgartens zog 170 Gäste an und auch das Wetter meinte es gut mit dem Theaterabend unter freiem Himmel. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Alzey-Land, Steffen Unger dankte besonders dem Heimat- und Kulturverein aus Mauchenheim für die Bewirtung und die Hilfe beim Auf- und Abbau. Und so bot sich der Theatertruppe Chawwerusch in mittlerweile drei Jahrzehnte langer Tradition die perfekte Voraussetzung für ihr professionelles Spiel. „Dabei geht´s heute nur um Lappalien“, winkte Lina Zimmer alias Schreiberin Licht ab, bereits ahnend, dass es bei der Anklage um einen zerbrochenen Krug um mehr gehen könnte. Vorher sollte sie aber noch schnell die fünf Kassen des Dorfrichters auf vier reduzieren und die Vormundschaftsakten als Blutwurstverpackungsmaterial beseitigen. Ob er dann wollte oder nicht, Richter Adam gespielt von Ben Hergl musste sich seinen „eigentümlich gestellten und teilweise nicht aufgeschriebenen Gesetzen“ stellen. Um die Wahrheit zu vertuschen, arbeitete er, so stellte sich nach und nach heraus, mit allen Tricks und Einschüchterungsversuchen, die ihm so einfielen. Felix S. Felix und Lina Zimmer schlüpften in Heinrich von Kleists Komödie von 1808 in jeweils drei Rollen bis am Ende doch die ganze Wahrheit ans Licht kam – eine wahre Meisterleistung des Schauspiels wunderbar arrangiert von Regisseur Walter Menzlaw. Und was damals im 19. Jahrhundert zu Tumult im Publikum führte, äußerte sich am Samstagabend in minutenlangem Standing Ovations und ausnahmslos begeisterten Stimmen.

„Manche mochten es, andere mussten“

„Balladen für Jedermann“ bei den Theatertagen Alzeyer Land

„Wir alle lernten sicherlich die eine oder andere auswendig. Manche mochten es, andere mussten“, weckte Initiatorin und Gastgeberin Roswitha Wünsche-Heiden viele Erinnerungen im Publikum als sie über Balladen, wie Friedrich Schillers „Das Lied von der Glocke“ sprach. Denn beim zweiten Stück der Theatertage Alzeyer Land ging es um „Balladen für Jedermann“ mit jeder Menge Überraschungen des Jedermann-Ensembles aus dem letzten Jahr zusammen mit der Theatergruppe des Landfrauenvereins Erbes-Büdesheim.

Von Heinz Erhards „die Made“, Mathias Claudius gereimter Geschichte von David und Goliath bis Frank Wedekinds „Tantenmörder“ standen Balladen quer durch die Geschichte im Zentrum des Abends. Die 23 Schauspieler zwischen sechs und 86 Jahren spielten 22 Sketche, Parodien oder auch Lieder, die erschütterten, erheiterten oder auch erst erraten werden mussten. Durch die ständig wechselnden Szenen und immer neuen Umsetzungsideen hätte der Abend kurzweiliger nicht sein können und bestimmt erkannten die Gäste in der voll besetzten Theaterscheune im Erbes-Büdesheimer Heidenhof die eine oder andere Ballade wieder, noch auswendig im Kopf oder wiedererkannt. Welch tolle Idee von Schauspieler Horst Schmidt!

Zopp macht Zirkus
Zopp macht Zirkus

Datum: Samstag, 29.08.2026 um 15.00 Uhr, Gemeindehalle Flomborn

Ein Circus-Mitmach-Clowntheater für Kinder ab 3 Jahren

Eigentlich wollte Zopp mit dem ganzen Circus kommen. Aber der steckt fest. Richtig fest. Und kommt nicht los. Da bleibt dem Direktor nur eins übrig: Zopp alleine losschicken und ihm einen großen Koffer voller Requisiten mitgeben. So kommt es, dass Zopp den Circus ganz alleine spielen muss ...

Heraus kommt ein Kinder-Mitmach-Circus-Clowntheater, das die Kinder verzaubert und mitreißt. Aus braven Mädchen und Jungen werden reißende Tiger, große graue Elefanten und mächtige Pyramiden.

Kartenvorverkauf: 8 Euro, Abendkasse: 10 Euro

Die Vögel
Die Vögel

Datum: Samstag, 29.08.2026 um 19.00 Uhr, Schausteinbruch Flonheim

-->  Bei schlechtem Wetter Adelberghalle Flonheim

„Theater in der Römischen Provinz-T.i.P.“ Die Vögel - eine der bekanntesten Komödien, 414 v.Chr. geschrieben und immer noch aktuell. Wusste man schon damals etwas über Transit Zölle, lästige Steuern, Vetternwirtschaft? Zwei Athener Bürger wandern aus; ins Land er Vögel. Ist es dort besser und was sagen die Götter dazu? Eine temperamentvolle Komödie, die schon das Publikum in der Antike feierte und mit „rheinhessischem Augenzwinkern“, auch das heutige Publikum begeistert.

--> Im Rahmen des Themenjahrs „Römer in Rheinhessen“

Kartenvorverkauf: 10 Euro, Abendkasse: 12 Euro

Steinsuppe
Steinsuppe

Datum: Sonntag, 30.08.2026 um 15.00 Uhr, Gemeindehalle Biebelnheim

Es ist Nacht. Tiefe dunkle Winternacht. Ein alter Wolf trottet zum Dorf der Tiere. In seinem Beutel hat er einen Stein. In seiner Schnauze nur einen Zahn. Und in seinem Kopf eine Idee: Aus dem Stein eine schmackhafte Suppe zu machen. So klopft er an die Tür der Henne. Neugierig öffnet sie ihm die Tür. Einen Wolf hat sie noch nie gesehen. Als der nun mitten im Zimmer seinen Stein auspackt und nach einem Kessel verlangt, wird ihr doch ein wenig bang ums Hühnerherzchen. Was, wenn dem grauen Kerl nach einer kräftigeren Bouillon der Sinn steht? Ein bisschen Sellerie zur Suppe kann ja nicht schaden, schlägt da die Henne eilig vor. Nach und nach peppen die Tiere - Pferd, Schaf, Ziege, Hund und Ente - die fade Brühe mit allerlei Gemüse auf. Und laden sich - als gute Nachbarn eben - auch gleich zum Abendessen ein. Am Ende ist die Suppe alle. Nur der Stein ist nicht ganz durch.

Eine einfache Geschichte über Kälte und Hunger, Mut und Sorge, Einsamkeit und Gemeinschaft und darüber, wie der simple Plan, aus nichts etwas zu machen, am Ende auch mit Witz gelingt.

Eintrittspreis: 3 Euro

Cohen In allem ist ein Riss
Cohen In allem ist ein Riss

Datum: Sonntag, 30.08.2026 um 18.00 Uhr, Gemeindehalle Bermersheim v.d.H.

Nur wenige schreiben so ehrlich und direkt, dabei gleichzeitig so poetisch und lakonisch über Liebe, wie Leonard Cohen es getan hat. Inspiriert von diesen Songs sind Szenen entstanden, in denen wir u.a. der ikonischen Suzanne begegnen, erleben einen Dialog mit Jannis Joplin nach einer gemeinsamen Nacht im Chelsea Hotel, sehen wie Cohen sich von Marianne trennt und wie ein anderes Mal Jane ihn verlässt, nachdem sie ihn mit dem berühmten blauen Regenmantel betrogen hat. Dabei wird die Liebe in allen Facetten gezeigt, mal schmerzhaft, mal leicht, immer wahrhaftig.

„There’s a crack in everything, that’s how the light gets in“ – dieses Zitat aus dem Song „Anthem“ ist titelgebend für das Stück.

Leonard-Cohen-Songs werden zu Bildern und erwachen vor den Augen des Publikums zum Leben.

Kartenvorverkauf: 12 Euro, Abendkasse: 14 Euro