Aktiver Klima- und Umweltschutz in der VG Alzey-Land

Für eine lebenswerte Zukunft

Rat und Verwaltung haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte zur nachhaltigen Entwicklung und zur Verbesserung des Klimas auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit unseren Ortsgemeinden wurden bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Beispiele hierfür sind die energetische Sanierung von Gebäuden, Errichtung von Photovoltaikanlagen oder Renaturierungs-maßnahmen.   

Um die Arbeit für den Klima- und Umweltschutz in der Verbandsgemeinde Alzey-Land weiter zu intensivieren, haben die Mitglieder des VG-Rates in ihrer Sitzung am 28. Oktober 2019 beschlossen, dass die Verbandsgemeinde hierzu einen Arbeitskreis bilden wird.   

Aktuelle Presseinformationen zur Arbeit des Arbeitskreises finden Sie auf dieser Seite. Berichte über politische Beratungen zum Thema Klima- und Umweltschutz finden Sie unter der Rubrik: 

Das Rathaus/Ratsinformationssystem

https://alzey-land.gremien.info 

09. März 2020

Der Arbeitskreis hat bereits zwei Mal getagt. Als erstes Ergebnis wurde gemeinsam mit den Ortsgemeinden eine Bestandsaufnahme der bereits bestehenden Initiativen und Aktivitäten zum Klima- und Umweltschutz erstellt (s. Listen unten). Zurzeit erarbeitet der Arbeitskreis neue Projekte bzw. Maßnahmen für die Verbesserung des Klima- und Umweltschutzes. Diese Vorschläge werden dem Bau- und Umweltausschuss vorgestellt. 

Maßnahmen zum Klimaschutz; Bestandsaufnahme

Zusammenfassung Bestandsaufnahme Klima- und Umweltschutz 

Pressemitteilung

Klima- und Umweltschutz in der VG Alzey-Land

VG-Rat beschließt weitere wichtige Schritte

Mit gleich vier Beschlüssen zum Thema Klima- und Umweltschutz haben die Mitglieder des Verbandsgemeinderates der VG Alzey-Land in ihrer jüngsten Sitzung wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen. Zunächst wurde das Klimaschutzkonzept für die Verbandsgemeinde einstimmig beschlossen, welches Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für künftige Maßnahmen sein wird. Es wurde durch Klimaschutzmanager Niklas Hill unter Beteiligung der Bevölkerung und vieler weiterer Akteure erstellt. Die Fortsetzung des Klimaschutzmanagements für weitere drei Jahre wurde anschließend beschlossen. Damit verbunden ist die Bereitstellung einer Personalstelle. Eine weitere Stelle wird für die Einrichtung eines umfassenden Energiemanagements geschaffen, welches für eine zusätzliche energetische Optimierung der über 100 Liegenschaften der VG und ihrer Ortsgemeinden sorgen wird. Auch dieser Beschluss erfolgte einstimmig.

Auf Vorschlag der Verwaltung beschäftigte sich der VG-Rat auch noch mit dem Beitritt zum neuen kommunalen Klimapaket des Landes Rheinland-Pfalz. Die Ratsmitglieder stimmten dem Beitritt zu, mit dem sich die Verbandsgemeinde verpflichtet, ihre Bemühungen im Klimaschutz weiter zu verstärken und Maßnahmen zur Anpassung an die Klimawandelfolgen zu ergreifen. Das Land wiederum sichert der VG dafür umfangreiche Unterstützung zu. Die 24 Ortsgemeinden der VG sollen nun selbstständig entscheiden, ob auch sie dem kommunalen Klimapakt beitreten möchten. Die Verwaltung hat bereits die Ortsgemeinden diesbezüglich informiert und gebeten, dies in den ersten Sitzungen im neuen Jahr zu beraten.

„Mit diesen Beschlüssen haben wir die Weichen für noch mehr Klimaschutz in unserer Verbandsgemeinde gestellt. Die Ausweitung der Personalstellen in diesem Bereich ist wichtig und richtig. Auch der Beitritt zum kommunalen Klimapakt ist aus meiner Sicht ein wichtiges Signal. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn sich alle Ortsgemeinden dem Klimapaket anschließen würden“, betont Bürgermeister Steffen Unger.

Renaturierung Mörschgraben

VG Rat beschließt Planungsentwurf

Im Zuge des Kooperationsprojektes der Verbandsgemeinde Alzey-Land mit der Verbandsgemeinde Wörrstadt zur Gewässerunterhaltung des Mörschgrabens hat der VG-Rat in seiner jüngsten Sitzung den vorgestellten Planungsentwurf einstimmig beschlossen. Der Beschluss beinhaltet zudem, die Kosten für den Planungsabschnitt 1 auf die beiden Kommunen zu je 50% aufzuteilen.

Der Mörschgraben liegt in den Gemarkungen Bornheim, Lonsheim, Ensheim und Armsheim und erstreckt sich über eine Länge von insgesamt 5.200 Metern. Die vorhandenen erworbenen und im Zuge eines Freiwilligen Landtausches umgelegten Flächen, mit insgesamt 9,5 Hektar, sollen nun im ersten Planabschnitt genutzt werden, um den Mörschgraben in diesem Abschnitt zu renaturieren. Die besagten Flächen liegen südlich angrenzend an den Mörschgraben auf einer Fließgewässerlänge von rund 1.000 Metern.

„Es soll ein natürlicher Bachzustand erreicht werden, der eine hochwertige Biotopvielfalt garantiert. Zudem werden Flächen (Retentionsraum) geschaffen, die bei Hochwasser überschwemmt werden und den Flüssen den nötigen Raum zum Ausufern geben“, formuliert Bürgermeister Steffen Unger das Ziel des Gemeinschaftsprojektes.

Die Kostenschätzung zur Umsetzung dieses Bauabschnittes liegt bei rund 330.000 Euro (netto). Im Rahmen der Aktion Blau Plus des Landes Rheinland-Pfalz sind die Kosten zur Gewässerrenaturierung mit bis zu 90% förderfähig. Hierzu wird die Verbandsgemeindeverwaltung den Förderantrag auf den Weg bringen.

Renauturierung Mörschgraben

Verbandsgemeinde Alzey-Land rüstet sich für Energiekrise – und das nicht nur mit weniger Heizen

„Die Energiekrise ist auch in der Verbandsgemeinde Alzey-Land ein wichtiges Thema, das ernst genommen wird. So wird zurzeit mit Hochdruck an der Heizungsoptimierung unserer Liegenschaften gearbeitet“, betont Bürgermeister Steffen Unger. Neben der Heizungsanlage im Verwaltungsgebäude in Alzey, werden auch die Anlagen in den Gemeindehallen und in den eigenen Sporthallen überprüft und verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung wurden bereits ergriffen.

Die Gemeindehalle in Bechenheim ist hierfür ein Best-Practice-Beispiel. Sie wird über eine Holzpelletsheizung beheizt. Durch die Anpassung der Heizungsnutzung hat die Ortsgemeinde eine Halbierung des Energieverbrauchs erreicht. Um der Energiekrise Sorge zu tragen und die Verpflichtungen der Energieeinsparverordnung des Bundes auch weiterhin nachzukommen, wurden bei einem gemeinsamen Termin mit der VG-Hochbauabteilung, der Ortsgemeinde und dem Klimaschutzmanagement weitere Maßnahmen identifiziert, die zum Teil schon umgesetzt werden konnten.

Hier geht es vor allem um die Gebäudeautomation und um investive Maßnahmen an den gebäudetechnischen Anlagen wie zum Beispiel um den Einbau einer LED-Beleuchtung im Veranstaltungsraum oder die Aufschaltung einer Lüftungsanlage zur bedarfsgerechten Regelung in der Gemeindehalle. Zu dem wurden am Sportlerheim einige Punkte erkannt. Aktuell werden hier die Flutlichter auf LED umgestellt. Ein Austausch der Ölheizung, die Auslegung einer Photovoltaik-Anlage oder die Brunnenbohrung für die Bewässerung des Sportplatzes über eine Sprinkleranlage sollen in Zukunft angegangen werden.

Alzey, 02.11.2022

Verbandsgemeinde Alzey-Land stellt THG-Bilanz vor

In enger Zusammenarbeit zwischen dem Klimaschutzmanagement und dem externen Dienstleister TSB GmbH aus Bingen wurde in den vergangenen Wochen und Monaten eine Bestandsanalyse bezüglich der Energie- und Treibhausgasemissionen innerhalb der Verbandsgemeinde durchgeführt. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor (Abbildung 1):

Mit 66% ist der Anteil an verursachten Treibhausgasemissionen im Sektor Verkehr am höchsten. Auf dem zweiten Platz – mit 27% - folgt der Sektor Private Haushalte. Auf den letzten Plätzen liegen die Sektoren Wirtschaft und Kommunale Einrichtungen mit einem kumulierten Anteil von 7%.

Großer Handlungsbedarf besteht somit beim Thema Verkehr und Wärme. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch im Wärmesektor liegt bei 21%, während fossile Brennstoffe wie Heizöl (35%) und Erdgas (41%) weiterhin die Versorgung dominieren.

Der Sektor Verkehr wurde nach der BISKO-Methode (Bilanzierungssystematik kommunal) erstellt. Diese Methode betrachtet die Endenergieverbräuche innerhalb der Verbandsgemeinde. Das bedeutet, dass auch das Autobahnkreuz der A61 und A63 mitbetrachtet wird, ohne dass die Verbandsgemeinde einen direkten Einfluss auf diese Emissionen nehmen könnte. Aufgrund dessen wurde die THG-Bilanz auch ohne den Verkehr erstellt (Abbildung 2).

Obwohl die Emissionen der Wirtschaft und der Gemeindeverwaltung selbst nur einen geringen Anteil an der Treibhausgasbilanz ausmachen, ist es weiterhin die Aufgabe des Klimaschutzmanagements, den Klimaschutzgedanken über Modellprojekte innerhalb dieser Bereiche in die Gesellschaft zu transportieren.

Laut Klimaschutzmanager Hill „gilt es, die Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, zu einer Senkung des Endenergiebedarfs und zur Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien beizutragen.“

Klimainitiative Alzey-Land – Fachgruppe installiert

09.02.2022- Zur inhaltlichen Begleitung der Klimainitiative Alzey-Land wurde eine Fachgruppe installiert. Diese hat Mitte Januar zum ersten Mal getagt. Sie setzt sich aus Mitgliedern des Verbandsgemeinderates und aus Mitarbeitern der Verwaltung zusammen. Inhaltlich geführt und wissenschaftlich begleitet wird sie durch die Transferstelle Bingen und den VG-Klimaschutzmanager Niklas Hill. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Steffen Unger wurden zunächst die Aufgaben der Fachgruppe im Rahmen der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes detailliert besprochen. Vorgestellt wurden außerdem die ersten Arbeitsergebnisse der vorläufigen Energie- und Treibhausgasbilanz.

Weitere Informationen zu den Maßnahmen im Rahmen der Klimaschutzinitiative Alzey-Land sind auf der Homepage www.klimaschutz-alzey-land.de zu finden. Auskünfte erteilt der Klimaschutzmanager Hill unter Tel. 06731/409-434, Mail: hill.niklas@alzey-land.de

Homepage der Klimainitiative online Aktiver Klima- und Umweltschutz in der VG Alzey-Land

04.01.2022 -  Pünktlich zum neuen Jahr geht die neue Homepage der Klimainitiative Alzey-Land an den Start. Über den Link: www.klimaschutz-alzey-land.de erfahren Sie viel Wissenswertes über die Klimaschutzaktivitäten der Verbandsgemeinde Alzey-Land.

Seit vielen Jahren ist die VG Alzey-Land in Sachen Klimaschutz aktiv und zahlreiche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Auf dem Weg zur Klimaneutralität gibt es aber noch große Potentiale und viel zu tun. Daher hat die Verbandsgemeinde ihre Anstrengungen für den Klimaschutz verstärkt. Unter anderem wurde ein Klimaschutzmanager eingestellt, die Voraussetzungen für die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes geschaffen und eine Fachgruppe installiert.

Über diese und alle weiteren Aktivitäten informiert Sie zuverlässig und aktuell ab sofort die neue Homepage. Weitere Auskünfte erteilt unser Klimaschutzmanager Niklas Hill unter Tel. 06731/409-434, Mail: hill.niklas@alzey-land.de

„Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität. Aber es müssen noch viele folgen. Lassen Sie uns diese bitte gemeinsam gehen“, hebt Bürgermeister Steffen Unger die Bedeutung der Aktivitäten hervor.

Screenshot Homepage

Weiterer Schritt im Klimaschutz Externes Büro erstellt Treibhausgasbilanz

13.10.2021 - Die Verbandsgemeinde Alzey-Land geht einen weiteren Schritt zur Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes, welches in nächster Zeit mit Unterstützung des Klimaschutzmanagers Niklas Hill angestrebt werden soll.

So beschloss der Hauptausschuss, das Ingenieurbüro TSB Bingen mit der Erstellung der Treibhausgasbilanz (THG-Bilanz) und der Potenzialentwicklung zu beauftragen. Die Kosten belaufen sich hierfür auf 26.532,54 Euro. Zudem begleitet jenes Ingenieurbüro das Vorhaben durch eine Projektunterstützung mit Kosten in Höhe von 7.996,80 Euro.

Progressiv soll die strukturelle Gestaltung der Klimawende in der Verbandsgemeinde Alzey-Land konkretisiert werden und die Auftragsvergabe an einen externen Dienstleister trägt diesem Ziel Rechnung.

Die Verbandsgemeinde Alzey-Land engagiert sich nun seit mehr als 20 Jahren im Bereich Klima- und Umweltschutz und trägt die Relevanz des Themas mit Hilfe des Klimaschutzmanagers Niklas Hill und der Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes vermehrt nach außen.

Neuer Klimaschutzmanager der VG Alzey-Land

19.08.2021 - Die Verbandsgemeinde Alzey-Land hat einen neuen Klimaschutzmanager: Niklas Hill verstärkt seit August den Fachbereich Bauen und Umwelt der VG Verwaltung. Der 29-jährige lebt in Alsenz und hat Umweltschutz an der Technischen Hochschule in Bingen studiert. Von 2019 bis 2021 war er als Projektleiter und Planer im Bereich Technische Gebäudeausrüstung tätig.

„ Die Verbandsgemeinde Alzey-Land nimmt den Klimaschutz sehr ernst und arbeitet mit vielen Akteuren zusammen – Natur- und Umweltverbänden, der Landwirtschaft, Energieversorgern, der Wirtschaft, kommunalen Akteuren und vielen weiteren. Diese Aufgabe können wir nicht alleine bewältigen“, hob Bürgermeister Steffen Unger bei der Begrüßung des neuen Mitarbeiters hervor. Er freue sich daher, dass Klimaschutzmanager Hill nun als zentraler Ansprechpartner für alle Akteure die Arbeit aufgenommen hat.

„Ich möchte Teil der Berufsgruppe sein, welche den Klima- und Umweltschutz in der Region gestaltet. Das Thema Klimaschutz steht nicht erst seit gestern auf der Agenda der obersten politischen Ebene, sondern ist in den letzten Jahren auch deutlich in das Bewusstsein der breiten Bevölkerung getreten. Mein persönliches Ziel sehe ich darin, die VG Alzey-Land in ihrem Bestreben, die Klimawende umzusetzen, bestmöglich zu unterstützen“, betont Klimamanager Hill und ergänzt: „Meine bisherigen Erfahrungen als Projektleiter möchte ich unter anderem nutzen, die Energieeffizienz in der Gebäudetechnik der Verbandsgemeinde weiter voranzutreiben und ein kommunales Energiemanagement entwickeln, dass den Klimaschutz nicht dem Zufall überlässt.“

Die Verbandsgemeinde Alzey-Land ist seit rund 20 Jahren in Sachen Klima- und Umweltschutz aktiv. Die Eindrücke des heißen Sommers 2018 und die ersten Demonstrationen im Frühjahr 2019 durch die „Fridays for Future Bewegung“ veranlassten die Verbandsgemeindeverwaltung, die bisherigen Anstrengungen in diesem wichtigen Thema durch die Anstellung eines Klimaschutzmanagers in der VG Alzey-Land zu bündeln und nach außen zu tragen. Diese Stelle wird durch Bundesmittel in Höhe von 137.000€ zu 75% gefördert. Die Beteiligung durch Eigenmittel liegt bei 45.000€. Das übergeordnete Ziel der ersten 18 Monate ist die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts. Hier werden, unter den klimapolitischen Zielvorgaben des Landes Rheinland-Pfalz und des Bundes, mögliche energetische Einsparpotentiale zur strukturellen Gestaltung der Klimawende ermittelt. Wie dies am besten gelingt und welche Wege hier in Zukunft beschritten werden, ist u.a. Aufgabe des neuen Klimaschutzmanagers.

Erneuerung der Innenbeleuchtung in Räumen der Grund- und Realschule plus Flomborn

19.08.2021- In der Grund- und Realschule plus Flomborn lässt die Verbandsgemeinde Alzey-Land als Schulträger in drei Schulräumen sowie in einem Raum des Verwaltungstraktes die alte bestehende Beleuchtung gegen eine effiziente LED- Beleuchtung austauschen. Die Gesamtkosten für die Sanierung der Innenbeleuchtung betragen rund 25.400,- Euro. Gefördert wird diese Maßnahme mit rund 7.600,- Euro durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

„Lichtqualität und Klimaschutz - das ist kein Widerspruch, sondern lässt sich mit LED-Beleuchtung effizient umsetzen. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Innenbeleuchtung in unseren Schulen nach und nach auf klimafreundliche LED-Technik umzurüsten“, betont Bürgermeister Steffen Unger und ist dankbar für die finanzielle Unterstützung des Bundesumweltministeriums beim Projekt in Flomborn.

Die Verbandsgemeinde hat bereits alle Schulturnhallen auf LED-Beleuchtung umrüsten lassen. Im Zuge der Generalsanierung der Schulgebäude in Flonheim wurden auch hier alle Räumlichkeiten mit energieeffizienter Innenbeleuchtung ausgestattet. Zudem ist in der Grundschule Erbes-Büdesheim in Teilbereichen bereits die alte Beleuchtung gegen moderne LED-Leuchtmittel ausgetauscht worden.

Klima- und Umweltschutz nimmt immer mehr Fahrt auf Förderanträge sind gestellt

19.01.2021 - Die Verbandsgemeinde Alzey-Land ist seit rund 20 Jahren in Sachen Klima- und Umweltschutz aktiv. Die Eindrücke des heißen Sommers 2018 und die ersten Demonstrationen im Frühjahr 2019 durch die „Fridays for Future Bewegung“ veranlassten die Verwaltung dem Verbandsgemeinderat den Vorschlag zu unterbreiten, die Umweltschutzaktivitäten zu verstärken und einen Arbeitskreis Klima- und Umweltschutz ins Leben zu rufen. Ein weiterer Beweggrund war die bereits sehr weit fortgeschrittene energetische Sanierung der eigenen Gebäude. Hier war vieles erledigt oder zumindest geplant. Weitere Schritte schienen sinnvoll.

Der im Herbst 2019 dann gegründete Arbeitskreis Klima- und Umweltschutz hat dreimal getagt und dabei folgende Arbeitsschritte erledigt: Zunächst wurde eine Bestandsaufnahme von allen Maßnahmen der VG und der Ortsgemeinden gemacht. Dies waren energetische Sanierungen von Gebäuden, Nutzung erneuerbarer Energien, Renaturierungen und vieles mehr. Im zweiten Schritt hat man darauf aufbauend festgestellt, bei welchen Themen noch Handlungsbedarf besteht. Hier wurde insbesondere das Handlungsfeld Umweltbildung und -information herausgestellt. Schließlich hat man in der dritten Sitzung Vorschläge erarbeitet, wie man künftig die Arbeit im Klimaschutz zielgerichtet verstärken kann.

Alle Ergebnisse und Vorschläge wurden anschließend im Bau- und Umweltausschuss diskutiert und dann in den Verbandsgemeinderat eingebracht. „Die Mitglieder des Arbeitskreises und des Verbandsgemeinderates wünschten sich eine generelle Intensivierung des Klimaschutzes, aber vor allem eine umfassende Information an die Ortsgemeinden und die Bürgerinnen und Bürger. Diese zu informieren und zu motivieren noch mehr in Sachen Klimaschutz zu tun, soll künftig ein Schwerpunkt der Arbeit sein“, fasst Bürgermeister Steffen Unger die Ergebnisse zusammen. Dafür beschloss man ein Klimaschutzkonzept zu erstellen und die Stelle eines Klimaschutz-Managers bzw. einer -Managerin einzurichten. Da es hierfür seitens des Bundes umfassende finanzielle Hilfen gibt, wurden entsprechende Förderanträge von der Verwaltung erarbeitet und beim Bund eingereicht. 

VG Alzey-Land stellt Förderantrag für Klimaschutzmanager und Klimakonzept

In der Vergangenheit wurde seitens der Verbandsgemeinde schon viel im Klimaschutz getan. Vor allem wurden viele bauliche Maßnahmen, zum Beispiel im Bereich der energetischen Sanierung, umgesetzt.

Etwas vernachlässigt wurden die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Beteiligung der Bürger zum Thema Klimaschutz. Ein Klimaschutzmanager könnte sich zukünftig um diese Aufgaben kümmern.

Die Hauptaufgabe des Klimaschutzmanagers wird jedoch das Klimaschutzkonzept sein, welches gemeinsam mit einem externen Büro erstellt wird.

Der Bund fördert die Einstellung eines Klimaschutzmanagers und die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes mit 65 %. Coronabedingt erhöht sich die Förderung für Anträge, welche zwischen dem 31.08.2020 und dem 31.12.2021 gestellt werden, um zehn Prozentpunkte auf 75 %.

Der Arbeitskreis für Klimaschutz und Umweltschutz, der Bauausschuss und der Hauptausschuss haben sich für die Schaffung einer Stelle für einen Klimaschutzmanager und die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes ausgesprochen.

In seiner jüngsten Sitzung hat auch der Verbandsgemeinderat der Antragsstellung zur Förderung des Klimaschutzmanagers und des Klimaschutzkonzeptes zugestimmt.

Einführung eines "grünen Budgets" für die Schulen der Verbandsgemeinde

Die Verbandsgemeinde hat es sich zum Ziel gesetzt, den Klima- und Umweltschutz zu fördern.

Ein Schwerpunkt soll hierbei die Umwelt-Bildung sein. Mit dem grünen Budget soll den Schulen der Verbandsgemeinde Alzey-Land finanzielle Unterstützung für unterschiedliche Aktivitäten und Projekte bezüglich des Klima- und Umweltschutzes bereitgestellt werden.

Die Verbandsgemeinde möchte Lehrer und Schüler dazu animieren, im Bereich Klima- und Umweltschutz kreativ tätig zu werden.

Bisher waren Projekte dieser Art aufgrund finanzieller Schwierigkeiten für die Schulen nur schwer zu verwirklichen. Gemeinsam wurde im Arbeitskreis für Klima- und Umweltschutz ein Konzept erarbeitet.

„Das von uns errechnete Budget steht der jeweiligen Schule unter der Voraussetzung zur Verfügung, dass diese hierfür vorher einen Projektantrag stellt. In dem Projektantrag soll dargestellt sein, wofür die Schule plant das Geld zu verwenden.

Beispiele für die Projekte könnten der Bau eines Insektenhotels oder Hochbeetes, Waldführungen mit Förster oder Unterstützung von Klima- und Umweltschutz AGs, Pflanzaktionen oder die Gestaltung von klimabezogenen Ideenwettbewerben sein“, erläuterte Bürgermeister Steffen Unger in der Sitzung des Verbandsgemeinderates am 07. Oktober.

Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates zeigten sich begeistert vom Konzept und beschlossen einstimmig die Einführung eines grünen Budgets für die neun Schulen der VG Alzey-Land. Im Fördertopf stehen ab 2021 jährlich 5.500,- Euro für Klima- und Umweltschutzprojekte der Schulen bereit.

Energiewende am Schulstandort Flomborn Hocheffizientes Blockheizkraftwerk erzeugt klimafreundlich Strom und Wärme

Der Verbandsgemeinderat hatte die Entscheidung bereits im Jahr 2017 getroffen, dass am Schulstandort in Flomborn die Instandsetzung der kompletten Heizungsanlage erfolgen soll, weil diese aufgrund ihres Alters erneuerungsbedürftig war. Die neue Anlage sollte dabei aufgrund der steigenden Energiepreise die ökonomischen Bedürfnisse wie auch die ökologischen Ansprüche langfristig erfüllen. Deshalb hatte der Rat die Verwaltung beauftragt, den Bau einer Heizungsanlage mittels Einsatz eines Blockheizkraftwerks (BHKW) auf Basis eines Contracting prüfen zu lassen. Beim Contracting (Kooperationsform) errichtet und betreibt ein Investor die Heizungsanlage. Hierbei entfallen für die Verbandsgemeinde die Investitionen für die Wärmerzeugung. Sie trägt lediglich die Investitionen für die Wärmeverteilung mit Steuerung sowie die laufenden Kosten für die Lieferung der Wärmeenergie. Nach Prüfung und Wertung der abgegebenen Angebote im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung wurde Ende August 2018 der Auftrag zur Sanierung der Heizungsanlage auf dem Schulgelände an die Firma EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe GmbH (EDG) aus Nieder-Olm vergeben. Von April bis Ende Juli 2019 dauerten die Arbeiten an der Heizungsanlage.   

„Das ist nach Flonheim bereits das zweite Blockheizkraftwerk, das wir mit der EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe GmbH sehr erfolgreich an unseren Schulen für eine klimaschonende und wirtschaftliche Wärme- und Stromversorgung realisiert haben“, freut sich Bürgermeister Steffen Unger anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme der Heizungsanlage.   

Rund 230.000 Euro hat die EDG in die komplette Erneuerung der Heizungsanlage investiert und mit der Verbandsgemeinde einen Vertrag geschlossen, der in den nächsten 15 Jahren eine ebenso wirtschaftliche wie ökologisch nachhaltige Energieversorgung garantiert. „Blockheizkraftwerke arbeiten gemäß dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Sie erzeugen gleichzeitig und gemeinsam Strom und Wärme zur Versorgung von Gebäuden. Ihre Energieeffizienz ist unübertroffen und so leisten sie einen wesentlichen Beitrag für den Klimaschutz, denn sie reduzieren den CO²-Ausstoß. So werden gegenüber der alten Technik im Flomborner Schulheizkeller die CO²- Emissionen um rund 50% jährlich reduziert“, erläutert EDG-Geschäftsführer Christoph Zeis. Das moderne Energiemanagementsystem sorgt zudem für eine optimale Steuerung der Wärme- und Stromversorgung der Schule und per Fernüberwachung werden alle Prozesse geregelt und sogar Anlagenstörungen gemeldet, die dann vom Service der EDG rund um die Uhr beseitigt werden.  

„Nach Wärmeschutzarbeiten und neuen Dacheindeckungen mit verbesserter Dämmung sowie dem Austausch von Fenstern war es nun an der Zeit, die Heizung zu erneuern. Diese konnte in ihrer Leistung um die Hälfte reduziert werden, da die Gebäude vorher energetisch optimiert wurden“, betont Bürgermeister Unger.

Bildbeschreibung von links nach rechts: Bernd Schlamp VG Fachbereichsleiter, Rektor Mischa Lott RS plus Flomborn/Flörsheim-Dalsheim, Hausmeister Andreas Häusler, Rektorin Ines Klag Grundschule Flomborn, Tobias Steinacher VG, EDG Geschäftsführer Christoph Zeis und Bürgermeister Steffen Unger
Bildbeschreibung von links nach rechts: Bernd Schlamp VG Fachbereichsleiter, Rektor Mischa Lott RS plus Flomborn/Flörsheim-Dalsheim, Hausmeister Andreas Häusler, Rektorin Ines Klag Grundschule Flomborn, Tobias Steinacher VG, EDG Geschäftsführer Christoph Zeis und Bürgermeister Steffen Unger