Örtliches Hochwasservorsorgekonzept für die VG Alzey-Land

Ortsbegehungen und Workshops haben begonnen

Örtliches Hochwasservorsorgekonzept für die VG Alzey-Land

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von links: Ortsbürgermeisterin Renate Steingaß, Dipl.-Ing. Stefanie Seiffert und Bürgermeister Steffen Unger. 

Neben den Überschwemmungen durch Flusshochwasser, das ganze Flussläufe betrifft und durch großflächige, langanhaltende Niederschläge im Einzugsgebiet verursacht wird, führen auch Starkregenereignisse, die durch kleinräumige, intensive Gewitterregen örtlich begrenzt auftreten, zu Hochwasser und Überschwemmungen. Hierbei sind nicht nur die Flussnieder­ungen betroffen, sondern alle Flächen, auf denen der Niederschlag abläuft. Auch einzelne Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Alzey-Land waren schon betroffen.

Daher lässt die Verbandsgemeinde Alzey-Land in einem ersten Schritt für sechzehn Ortsgemeinden mit etwa 19.200 Einwohnern örtliche Hochwasservorsorgekonzepte erstellen. Damit sollen die Schadensursachen aufgearbeitet und die Hochwasservorsorge umfassend vorangetrieben werden. Der Startschuss für das Projekt fiel am 21.10.2019 mit einer Auftakt- und Informationsveranstaltung für alle Ortsgemeinden. Seitdem wurden in fünf Ortsgemeinden Begehungen und in zwei Gemeinden Bürgerworkshops durchgeführt.

Nach dem Bürger-Workshop in Offenheim fand am 21. Januar nun der 1. Workshop zur Hochwasservorsorge in der Gemeinde Bornheim statt. Ortsbürgermeisterin Renate Steingaß begrüßte die rund 30 interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie das von der Verbandsgemeinde zur Erstellung des Vorsorgekonzepts beauftragte Planungsbüro igr aus Rockenhausen. Bürgermeister Steffen Unger, der ebenfalls am Workshop teilnahm, erläuterte: „Gemeinsam mit den einzelnen Ortsgemeinden nimmt sich die Verbandsgemeinde Alzey-Land der Starkregen- und Hochwasserproblematik im Verbandsgemeindegebiet an. In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro igr und den Verantwortlichen aus der Verwaltung, den Ortsgemeinden und unserer Feuerwehr sowie im Rahmen einer intensiven Bürgerbeteiligung wird ein wirksames Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept erstellt, um Schäden von Privaten und den Gemeinden fernzuhalten.“

Nach einer thematischen Einführung zu den Themen Hochwasservorsorge, Starkregen und private Überflutungsvorsorge durch Dipl.-Ing. Stefanie Seiffert vom Planungsbüro, präsentierte sie die Ergebnisse der in Vorbereitung des Workshops durchgeführten Ortsbegehung. Darin aufgenommen wurden unter anderem die Entwässerungssituation über Gräben sowie die Wasserführung aus dem Außengebiet entlang der Straßen und Wege in Richtung Dorfmitte. Im Anschluss an die Präsentation wurden die Erfahrungen und Erkenntnisse der anwesenden Bürgerinnen und Bürger zusammengetragen und es wurde an notwendigen und sinnvollen Maßnahmen für die Ortsgemeinde gearbeitet. Die Vorschläge der Bornheimer für eine effektive Vorsorge werden nun vom Planungsbüro in das Konzept eingearbeitet. Weitere Schritte sind dann eine erneute Ortsbegehung, die Ergänzung der Defizitanalyse und ein weiterer Bürgerworkshop.

Ergebnis des Prozesses wird eine auf die jeweilige Ortsgemeinde individuell angepasste Liste von Maßnahmen zum Überflutungsschutz sein, die jeweils mit Zuständigkeiten und Umsetzungszeiträumen versehen ist. Die Aufgaben können z. B. technische Maßnahmen oder Renaturierungen, aber auch Verhaltensregeln oder die effiziente Warnung der Bevölkerung im Unwetterfall umfassen. Die Umsetzung liegt dabei sowohl in öffentlicher als auch in privater Hand.

Aufgrund der Größe der Verbandsgemeinde umfasst der erste Projektabschnitt nur 16 der 24 Ortsgemeinden. Die restlichen Gemeinden folgen unmittelbar im zweiten Abschnitt. Zur „1. Runde“ gehören die Gemeinden Albig, Bornheim, Flonheim/Uffhofen, Nieder-Wiesen und Offenheim. Wegen der intensiven Bürgerbeteiligung wird die Erstellung der Hochwasservorsorgekonzepte für die 16 Ortsgemeinden voraussichtlich zwei Jahre in Anspruch nehmen.

„Ziel des Hochwasservorsorgekonzeptes ist auch eine Sensibilisierung aller Akteure für das Thema Überflutungsschutz, um ein gemeinsames Handeln zu erleichtern. Daher ermuntere ich alle Bürgerinnen und Bürger sich zu informieren und vor allem ihre Erfahrungen und Ideen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes einzubringen“, betonte Bürgermeister Unger.

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