Realisierung des flächendeckenden Breitbandausbauprojekts

Realisierung des flächendeckenden Breitbandausbauprojekts

Nach guten Autobahnanbindungen und nahegelegenen Betreuungseinrichtungen für Klein- sowie schulpflichtige
Kinder sei die Leistungsfähigkeit der Netzinfrastruktur in den einzelnen
Kommunen spätestens an dritter Stelle ein entscheidendes Kriterium
für den Zuzug in den Landkreis, wie Steffen Unger, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Alzey-Land stellvertretend für die (Orts-) Bürgermeisterinnen
und Bürgermeister im Landkreis Alzey-Worms anlässlich der Feierlichkeiten
zum symbolischen Spatenstich des Breibandausbauprojekts zu erkennen
gab.

Auch wenn die Baustellenfahrzeuge zur Realisierung des NGABreitbandausbauprojekts im Landkreis Alzey-Worms erst im ersten Quartal
des neuen Jahres anrollen werden, hatte Landrat Ernst Walter Görisch bereits
vor Weihnachten Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Familie,
des Bundes, des Landes sowie die Auftragnehmerin „inexio Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH“ zum symbolischen Spatenstich in die Mensa der Alzeyer Gymnasien eingeladen.

Gemeinschaftlich setzte man damit ein wichtiges Zeichen für die baldige flächendeckende Umsetzung des zukunftsweisenden Breitbandprojektes, welches in den kommenden Monaten in der Verbandsgemeinde Wörrstadt starten soll.

„Der flächendeckende Breitbandausbau im ländlichen Raum ist essenziell,
um im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben“, betonte Landrat Ernst Walter Görisch.

Zwar profitiert bereits ein Großteil der Privathaushalte innerhalb des Landkreises Alzey-Worms von eigenwirtschaftlichen Angeboten verschiedener Netzwerkanbieter, jedoch ergab ein im Frühjahr 2016 durchgeführtes Markterkundungsverfahren, dass knapp 3.500 Privathaushalte sowie 95 Unternehmen im Landkreis Alzey-Worms lediglich über Anschlüsse verfügen, deren Netzleistungen noch unter 30 Mbit/s liegen und auch in absehbarer Zeit von Seiten der Wettbewerber nicht geplant ist, einen Ausbau voranzubringen.

Hinzu kommen 46 im Kreis ansässige Schulen,die nach Anpassung der Richtlinien ebenfalls mit einem gigabitfähigen Breitbandanschluss in das staatliche Förderprogramm aufgenommen wurden.

„Nach über zwei Jahren Erkundungs- und Planungsphase ist es nun
so weit: Mit einem Investitionsvolumen von rund 6,7 Millionen Euro werden die
als unterversorgt geltenden Privathaushalte, Unternehmen und Schulen
im Landkreis im Rahmen des staatlich geförderten Breitbandausbaus nach
und nach an das schnelle Internet angebunden und so künftig mit Leistungen
von mindestens 50 Mbit/s versorgt“, freut sich Görisch und richtet
seine dankenden Worte an alle am Projekt Beteiligten – insbesondere an
den Bund und das Land, die im Zuge des symbolischen Spatenstichs die
endgültige Förderzusage erteilten (Bund: 3,4 Millionen Euro/Land: 2,7
Millionen Euro).

Die Firma „inexio“, die nach dem Ausschreibungsverfahren
den Zuschlag erhalten hat, wird in den nächsten Monaten die unterversorgten Unternehmen und Schulen direkt an das Glasfasernetz
anschließen. So besteht für die an die neu verlegte Infrastruktur angrenzenden
Privathaushalte die Möglichkeit, einen Direktanschluss mit
dem Netzwerkbetreiber zu vereinbaren.

Doch für das Land Rheinland-Pfalz, welches derzeit bundesweit einen
Spitzenplatz im Ausbaufortschritt einnimmt, ist klar: „Nach dem Ausbau ist
vor dem Ausbau!“ Staatssekretär Randolf Stich kündigte an, dass mit Verabschiedung des Doppelhaushalts 2019/2020 die Voraussetzungen für den landesweiten Gigabit-Ausbau geschaffen wurden und dafür insgesamt 575 Millionen Euro für die nächsten Jahre eingeplant seien. Sehr zur Freude der davon profitierenden Kreise und Kommunen.

„Gemeinsam haben wir uns auf den Weg gemacht, die sogenannten
,weißen Flecken‘ im Landkreis zu beseitigen, gleichzeitig eine Basis für den
Einstieg in die Gigabit-Welt zu schaffen und uns damit zukunftsweisend
aufzustellen“, lobte Görisch die gute Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen
und dem Landkreis. Entsprechend der Empfehlung des Landes
hatten sich die Gemeinden und Städte innerhalb der Kreisgrenzen zusammengeschlossen und die Zuständigkeit, die originär bei den Kommunen
liegt, dem Kreis übertragen, der sodann die Projektkoordinierung übernommen
hat.

„Nach Abschluss der Feinplanungen werden wir im neuen
Jahr mit den Tiefbauarbeiten starten“, informierte Anja Genetsch, Abteilungsleiterin Vertrieb Kommunen der Firma „inexio“.

Erster Arbeitsschritt sei die Verlegung der Leerrohre, in die in einem zweiten Schritt die Glasfaserkabel eingeblasen werden.

Parallel dazu errichte das Unternehmen bereits die
neuen Technikstandorte in den einzelnen Dörfern. „Inexio“ wird in allen Orten
Informations- und Beratungstermine durchführen, bei denen sich die
Bürgerinnen und Bürger neben den angebotenen Tarifen auch über das
Ausbauverfahren informieren können.

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