Kreppelkaffee und Klanghölzer für frische Impulse in der Seniorenarbeit

Kreppelkaffee und Klanghölzer für frische Impulse in der Seniorenarbeit

Am 9. Februar trommelte die VG Alzey-Land ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter/-Innen in der Seniorenarbeit zum Kreppelkaffeeund frischen Impulsen in Offenheim zusammen.

Drei- bis viermal im Jahr versuche sie so ein Treffen auf die Beine zu stellen, erzählt VG BeigeordneteUte Klenk-Kaufmann, die knapp 30 Teilnehmer Innen durch den Donnerstagnachmittag führte.

JedesTreffen findet in einer anderen Gemeindestatt, stellt ein anderes Thema der Seniorenarbeit in den Mittelpunktund steht allen Interessierten offen.

Zum Auftakt-Treffen 2017 nahm zunächst der Offenheimer Bürgermeister Peter Odermann seine Zuhörer Innen mit auf einen gedanklichen Rundgang durch seine 650-Seelen-Gemeinde und lud schon mal zur Offenheimer Kerb im Juli ein.

Kunst aus, mit und über Obst gibt es in der Zwischenzeit in der Offenheimer Birnbaumreihe. Führungen und Picknicks bietet der Verein Bürger für Offenheim (www.bfooffenheim.de) an.

Einen Rundgang durch die eigenen Erinnerungen bietet Musikgeragogin Peony Patricia Brownvor allem mittel bis schwer demenziellerkrankten Menschen im dritten undvierten Lebensalter. Musik zu hören berührt uns, Musik zu machen lässt uns lebendig fühlen und hält uns geistig fit, so Browns Kernaussage. Über Malen zur Musik, vertontes Erzähltheater oder gemeinsames Musik machen könnten demenzielle Erkrankungenverzögert und verschüttete Erinnerungsschätze gehoben werden.

Selbst ein Instrument, die Veeh-Harfe, zu lernen,sei möglich. Besonders am Herzen liegt der Armsheimerin auch das Verhältnis zwischen Erkrankten und Angehörigen, die sich in gemeinsamen Musikstunden noch einmal neu begegnen können. Vor allem aber macht Browns Arbeit Spaß. Dass das nicht nur für die Generationen 60+ gilt, stellte die Musikgeragogin in der Offenheimer Gemeindehalle postwendend unter Beweis: Keine zehn Minuten, nach dem Brown allen Anwesenden Klanghölzer,Trommeln und bunte Tücher in die Hand gedrückt und jedem eine Aufgabezugeteilt hatte, verwandelte sich der gesittete Vortrag in 30 singende,tanzende und lachende Gesichter. Mit Gemüsekorb und Büttenrede bewaffnet,stellte dann auch Edith Arnold als närrische Marktfrau die Ordnung nicht wieder her, bevor es Kreppelnund Kaffee an den Kragen ging. Wenn Ihnen nach dem nächsten Seniorenkreis kichernde und tanzende Menschenauf der Straße begegnen, machen Sie einfach mit.

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