Von Suffragetten bis Frauen im 21. Jahrhundert

Von Suffragetten bis Frauen im 21. Jahrhundert

Zu einer Veranstaltung über Frauenbilder in den vergangenen 120 Jahren hatten der Landfrauenverein und die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Alzey-Land und des Landkreises Alzey-Worms Katharina Nuß in das Eppelsheimer Scheunencafé eingeladen. Kompetente Führerin durch die Entwicklung von „Kinder-Küche-Kirche“ zu „Kinder – Karriere – Kohle – Kraftakt – Kreativität“ war Katharina Nuß.

Ausgehend von der Zeit, als die Frauen noch unter der „Obhut“ ihrer Männer standen und nicht geschäftsberechtigt waren, beschrieb sie den in England entstandenen Kampf der Suffragetten und so namhafter deutscher Frauen wie Clara Zetkin, Rosa Luxemburg und Anita Augspurg um Zugang zu Bildung, Wahlrecht und eigene Geldverfügung. Anschaulich führte sie vor Augen, wie in den 1920er Jahren die Frauen alte Zöpfe abschnitten und ihren Bubikopf zur Schau stellten.

Im Dritten Reich wurden die Frauen zwar mit dem Mutterkreuz geehrt, gleichzeitig war jedoch der Frauenanteil im Reichstag rückläufig. Wegen ihrer besonderen Rolle beim Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg, gab es zunächst keine Frauen mehr in der Politik.

Als die Männer aus der Gefangenschaft zurück waren und die Frauenemanzipation in den 1950er und 60er- Jahre eine „Rolle rückwärts“ machte, war die Zeit reif für zwei weitere Frauenbewegungen. Diesen ging es um körperliche Selbstbestimmung („Mein Bauch gehört mir“), gleichen Lohn für gleiche Arbeit und Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Gut verständlich erläuterte Nuß die Begriffe „Quotenfrau“, „Gender Mainstreaming“ oder „Equal pay day“, ehe die Besucherinnen noch die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion hatten.

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