Auf diesen Seiten finden Sie aktuelle Informationen zum Kriminalpräventiven
Rat der Verbandsgemeinde Alzey-Land.Der im Mai 2004 gegründete Kriminalpräventive Rat
der VG Alzey-Land hat die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit als einen
Schwerpunkt seiner Tätigkeit definiert. In Zusammenarbeit mit der Polizei sollte
den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit gegeben werden, sich über die
allgemeine Kriminalprävention und konkrete Themen zu informieren. Unter dieser
Prämisse hat die Polizeiinspektion Alzey in Zusammenarbeit mit Seniorengruppen
Präventionsveranstaltungen zum Thema „So schützen Sie sich im Alter“
durchgeführt, die u.a. in Bermersheim und Flonheim stattfanden.
„So schützen sie sich im
Alter“
Man traut sich ja kaum noch
auf die Straße...., haben sie das nicht auch schon gedacht?
Viele
reißerischen Medienberichte lassen zu mindest diesen Eindruck entstehen, dabei
geht es aber meist um spektakuläre Einzelfälle, Opfer der Gewalttaten sind ganz
überwiegend junge Menschen. Dies belegt die Polizeiliche Kriminalstatistik Jahr
für Jahr. Manches Schulkind wäre froh, heute so sicher wie seine Großeltern
leben zu können. Auch ihre Jugend war alles andere als leicht: Gerade ihre
Generation hat im Krieg und in der Nachkriegszeit schon manch Gefahr gemeistert,
hat trotz Not und Entbehrung kraftvoll zugepackt und am Wiederaufbau unseres
Landes mitgewirkt.
Aus dieser Erfahrung ihres langen Lebens sind sie vielfach
besonders vorsichtig und sicherheitsbewusst, dennoch können auch sie der
scheinbar allgegenwärtigen Kriminalität hilflos gegenüber stehen.
Um
Räubern, Gaunern, Dieben und Betrügern dennoch ein Schnippchen schlagen können,
sollten sie folgende Ratschläge beherzigen. Nur wenige Lebenssituationen, die
allerdings ständig in verschiedenen Variationen ausgenützt werden, bieten sich
geschickten Tätern an.
1. Tricks an der Haustür:Ziel der Täter
ist es sich Zugang zu ihrer Wohnung zu verschaffen, um dann in einer künstlich
geschaffenen unübersichtlichen Lebenssituation zuzuschlagen. Die Phantasie der
Täter kennt dazu kaum Grenzen, sie sind erstaunlich schnell in der Lage zu den
einzelnen Opfern positive Beziehungen aufzubauen. Beispielhaft seinen hier
bekannte Vorgehensweisen angeführt:
- kann ich ein Glas Wasser haben,
ich bin schwanger.......
- mir ist schlecht, ich muss eine Tablette
nehmen......
- haben sie Papier und Bleistift, der Nachbar ist nicht zu
hause......
- ich muss schnell telefonieren, ich hatte einen
Unfall.......
- erinnern sie sich nicht, ich bin der Bekannte ihres
Neffen....
- ich bin Polizist, Gerichtsvollzieher, Mitarbeiter der Gaswerke,
der Kirche, der Post etc....
Folgende Vorsichtmaßregeln
sollten sie daher an der Haustür beachten:- vergewissern Sie sich vor
dem Öffnen, wer zu ihnen will, schauen sie durch einen Türspion oder aus dem
Fenster oder benutzen sie eine Türsprechanlage
- öffnen Sie die Tür immer nur
mit vorgelegter Türsperre
- lassen Sie niemals Fremde in ihre Wohnung
- überlegen sie sich folgendes, wenn Fremde an der Tür von ihrer Not erzählen:
Warum wenden sich diese Leute nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein
Geschäft sondern an Sie?
- seien Sie misstrauisch bei Anrufern, deren Stimme
Sie nicht kennen. Lassen sie sich den vollständigen Namen, die Adresse und die
Telefonnummer geben.
- übergeben Sie niemals Geld an Fremde, auch nicht wenn
diese angeblich von Verwandten geschickt wurden.
- lassen sie Fremde im
unklaren darüber, ob sie alleine sind oder nicht.
- fordern Sie von
angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis, rufen sie im Zweifel bei der im Raum
stehenden Behörde an.
- unterschreiben Sie an der Haustür nicht vorschnell
irgendwelche Verträge, prüfen Sie den Vertrag vor Unterschrift gründlich.
- pflegen Sie zu ihrer Nachbarschaft ein gutes Verhältnis.
- rufen Sie bei
entsprechenden Verdachtsmomenten die Polizei an (110).
2.
Unterwegs:Viele ängstigen sich vor Straßenräubern, die ihnen die
Handtasche entreißen. Doch auf eine entrissene Handtasche kommen mehr als
zwanzig gestohlene Portemonnaies. Trotzdem gehen viele unterwegs ziemlich
sorglos mit ihren Geldbörsen um. Taschendiebe suchen ihre meist weiblichen Opfer
dort, wo ihnen viele Menschen Deckung und Schutz bieten, in öffentlichen
Verkehrsmitteln, an Haltestellen, auf Bahnhöfen, in Kaufhäusern und Supermärkten
oder am Rande von Großveranstaltungen. Die Diebe stehlen die Geldbörsen aus
Handtaschen oder Bekleidung ihrer Opfer. Folgende Situationen, die absolut nicht
abschließend zuzählen sind, werden von den meist mehreren zusammenarbeitenden
Tätern herauf beschworen:
- im Gedränge werden Sie scheinbar
versehentlich angerempelt....
- im vollen Bus rückt jemand unangenehm dicht
an...
- Fremde fragen nach dem Weg und halten Ihnen einen Stadtplan
vor....
- Sie werden gebeten eine größere Münze zu wechseln....
- speziell
nach einem Bankbesuch werden sie versehentlich mit Ketchup, Eis etc..
bekleckert...
Einfache Vorsichtsmaßnahmen lassen die Täter kläglich
scheitern:- nehmen Sie nach Möglichkeit keine größeren Bargeldbeträge
mit
- tragen Sie Geld, Schecke, Kreditkarten und Papiere in verschiedenen
Innentaschen der Oberbekleidung dicht am Körper statt in einer Handtasche
- tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche unter dem Arm geklemmt oder auf der
Körpervorderseite mit dem Verschluss zum Körper und nicht lose über der
Schulter
- legen Sie Ihre Geldbörse beim Einkauf nicht in die Einkaufstasche,
den Einkaufskorb oder -wagen
- legen Sie Ihre Geldbörse beim Bezahlen nicht
aus der Hand
- lassen Sie Ihre Handtasche nie aus den Augen, weder im
Restaurant oder Laden, noch im Kaufhaus